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Presse

Starnberg bewegt, Berg begeistert

Mit einer sportlichen Leistungsschau und großem Mitmach-Programm lockt die Kreisstadt am Sonntag Tausende, während die Nachbargemeinde die Vielfalt ihrer Betriebe in den Mittelpunkt rückt.
 

Von Sylvia Böhm-Haimerl

Starnberg/Berg – Es sieht alles so leicht aus: Akrobatisch nehmen die Sportler auf dem Einrad Fahrt auf. Sie fahren vorwärts und rückwärts, mit und ohne Drehung oder bilden Gruppen-Formationen. Es geht Schlag auf Schlag. Trainer Markus Leuchtle von der Einrad-Abteilung des TSV Gilching-Argelsried, der zusammen mit zwei anderen Sportlern eine fahrende Menschenpyramide gebildet hat, meint am Ende der Show, das sei eine seiner leichtesten Übungen. „Normal fahren ist langweilig.“ Die Show nach dem Rock-Musical „Streets of Fire“ war am Sonntag eines der Highlights auf der Veranstaltung „Starnberg bewegt“. Doch auch die anderen Vereine zeigten mitreißende Darbietungen, die Lust auf Bewegung machen sollten. Ob Hipp Hop, Tauziehen, Kletterwand, golf oder Speed-Eishockey: Die Besucher mussten teilweise Schlange stehen, um die Mitmach-Angebote ausprobieren zu können.
 
Obwohl die Präsentation der Vereine nach dem Motto „aktiv, fit, gesund“ und der Marktsonntag dieses Mal zusammenfiel mit der Firmenschau der Berger Betriebe sowie Marktsonntagen in Gilching, Weilheim und Wolfratshausen, konnten sich die Veranstalter über Besuchermangel nicht beklagen. Bei strahlendem Sonnenschein flanierten die Leute durch die Straßen rund um den Kirchplatz, die Cafés waren voll. Allerdings herrschte auch wieder einmal sonntägliches Verkehrschaos: Durch die Hauptstraße wälzten sich Blechlawinen von Ausflüglern, in der Bahnhofstraße hieß es zeitweise „nichts geht mehr“, und die Parkplätze waren bereits lange vor Veranstaltungsbeginn belegt.
 
Bürgermeisterin Eva John kam deshalb vorausschauend mit dem Radl zur Eröffnung. „Es ist überall was los, gerade bei den Vereinen“, freute sie sich. Die Konkurrenzveranstaltungen in den Nachbargemeinden sah sie ebenso gelassen wie die Starnberger Geschäftsleute. „Der Bessere gewinnt“, meinte Geschäftsfrau Marianne Kiffer. Gerald Funk, Vorsitzender des Vereins City-Initiative, betonte, es sei Zufall, dass dieses Jahr so viele Veranstaltungen gleichzeitig stattfanden. Im kommenden Jahr werde man diskutieren müssen, wie man vorgehen soll, so Funk. Die neue Stadtförderin Sarah Buckel indes war bereits um 5 Uhr morgens aufgestanden, um alles zu organisieren. Wenngleich auch sie der Meinung ist, dass man sich künftig besser mit den Nachbargemeinden absprechen sollte, war sie zufrieden mit der Resonanz.
 
„Starnberg bewegt, aber Berg begeistert“, freute sich Elke Link, Organisatorin der firmenschau in Berg, die nach vier Jahren wieder stattfand. Knapp 80 Unternehmen beteiligten sich. Und die Besucher waren überrascht zu sehen, wie viele Betriebe in der Gemeinde ansässig sind. Markus Pfeiffer, Vorsitzender der Kolpingfamilie Höhenrain, erklärte, dass der Verein ein Firmenchecker-Preisrätsel initiiert habe, um die Betriebe, aber auch Ausbildungsmöglichkeiten unter Jugendlichen bekannt zu machen. Der Andrang bei den Firmen vor Ort sei gut, wenn ein attraktives Programm geboten werde. Die Stände im Marstall waren sehr gut besucht – wie bei Dagmar Wagner, die Biografien schreibt, oder Sabine Reichlmaier, die einen Lehrwald betreibt. Insbesondere an neuen Unternehmen sind die Besucher interessiert, wie von Robert Prestle, der in der kommenden Woche den Schreiner-Betrieb „Mangostil“ eröffnen will oder von den jungen Friseurinnen Julia Conrad und Patrizia Probst.
 
Die ehemalige Schlossbrauerei Berg soll mit Spezialbier zu neuem Leben erweckt werden
 
Vor dem Stand der Schlossbrauerei Berg indes standen die Leute Schlange, um das Bier zu probieren. Sieben Männer wollen die ehemalige Schlossbrauerei wiederbeleben, seit zwei Jahren brauen sie ein Liebhaberbier aus herrlich fruchtigen Hopfen. Laut André Weibrecht gibt es viele Anfragen nach dem Spezialbier. Doch leider hat das Unternehmen noch keinen vertrieb, da bislang kein geeigneter Firmenstandort gefunden wurde. Die engagierten Brauer suchen daher händeringend nach Geschäftsräumen. Wer helfen kann, bekommt zur Belohnung – man ahnt es schon – Freibier
 

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 13. Oktober 2014


 

Schlossbier, Weltneuheit und noch viel mehr

Berg - Laptop und Lederhose? Das war gestern. Bei den Berger Betrieben parkten Zweispänner, E-Bikes und E-Autos vor dem Marstall, das Berger Sinnbild für den Spagat zwischen Tradition und Moderne, der die Brücke zum Erfolg schlägt.
 
Der historische Marstall als Herz der Berger Gewerbeschau (die Schönklinik baute dort ein begehbares Herz auf) war der fröhliche Mittelpunkt mit der von Elke Link (QUH) versprochenen „Berger Atmosphäre“. Es ist diese genial-kreative Mischung aus Professionalität, Improvisationslust, Fantasie und Entspanntheit, die die Stimmung ausmacht, gepaart mit Neugier und Interesse, eingehender fachlicher Beratung, mit Ausprobieren, Schnuppern, Spiel und Unterhaltung. Hunderte Besucher strömten auf die Straßen, und gleich im Eingangsbereich zum Marstall schon um 12 Uhr der erste Stau. Dort schenkten sieben bestgelaunte Herren selbstgebrautes Bier aus. In Prosecco-Gläsern. Auch das ein Zeichen der herrlichen Lockerheit mit der in Berg ans Werk gegangen wird. Viel produziert die Berger Schlossbrauerei noch nicht, nur einen Hektoliter im Jahr. Noch werden die Flaschen von Hand gewaschen, das Bier von Hand abgefüllt, und Elke Link, so war zu hören, schneidet als „Auszubildende“ regelmäßig die Etiketten aus. Zur Vergrößerung ihrer Produktion sucht die Schlossbrauerei Berg noch Produktionsräume, für deren erfolgreiche Vermittlung es Freibier gibt. Wer es lieber alkoholfrei wollte, der probierte das energetisierte Wasser einer „Wasserfrau“, die ein Gerät vertreibt, das Leitungswasser mittels Magnetfrequenzen zu frischem Trinkvergnügen aufbereitet. Gleich daneben ein Geretsrieder Erfinder mit einer Weltneuheit. Das Ultraschallgerät in Taschenlampengröße massiert dem Boxweltmeister Firat Arslan regelmäßig das Gesicht und heilt im Turbotempo seine Hämatome. VitaSonik ist inzwischen als Wunderheilmittel bei Sportverletzungen, Arthrose und Verkrampfungen sogar bei den Bundesligateams angekommen. Ein unternehmerischer Senkrechtstart also, ähnlich dem Bagger, der in Biberkor senkrecht die Berge hinauffuhr. Dazu gab es noch Hubschrauberflüge, Geschicklichkeitsfahrten, Geräte für die perfekte Gartenpflege zum Ausprobieren, Wein und Käse, Fisch, neue Kochtopfsysteme, Angebote für Italienreisende. Viele Selbstständige und Einzelkämpfer bereichern das Berger Wirtschaftsleben und sorgen für Gesundheit, Fitness, Wellness, Schönheit.

Quelle: Münchner Merkur, 13. Oktober 2014


 

Berg macht mobil Ein Shuttleservice fährt vom Marstall aus
in drei Schleifen durch die Gemeinde

Von Ute Pröttel

Zur Firmenschau am Sonntag präsentiert sich die Gemeinde zukunftsträchtig und facettenreich. Unternehmer stellen ihre Firmen vor, und Jugendliche können sich über Ausbildungsberufe informierten.
 
Berg – Die Leitung ist verlegt, der Verteilerkasten einbetoniert. Pünktlich zur zweiten Berger Firmenschau am kommenden Sonntag erhält die Ostufergemeinde ihre erste Schnellladestation für E-Mobile. Aufgestellt hat sie Jochen Reitberger vor seinem Optikgeschäft an der Perchastrasse. Reitberger stiftet auch erst einmal den Strom für die neue Zapfsäule. Zur Einweihung präsentiert er am Sonntag Elektroautos und Segways sowie einen Geschicklichkeitsparcours mit Elektroquads für Kinder. Reitberger steht stellvertretend für ein vielseitiges Unternehmertum in Berg. Vom High-Tec Anbieter für Flugsimulatoren über den Marktführer bei Agrarmaschinen bis zum lokalen Dienstleister für Reisen, individuelle Möbel oder Imagefilme reicht die Bandbreite. Ganz zu schweigen von Bäcker, Metzger und Supermarkt. Rund 200 Einträge zählt das ortseigene Betriebsverzeichnis, das entstanden ist als es vor vier Jahren zu ersten Mal hieß: „Berger Betriebe laden ein“. Seither wird das Verzeichnis von Gemeinde und Keller Verlag kontinuierlich gepflegt.
 
Am kommenden Sonntag lautet das Motto nun wieder „Berger Betriebe laden ein“. Von 12 bis 17 Uhr öffnen viele ortsansässige Unternehmen die Türe zu ihren Arbeitsstätten. Die meisten haben sich ein individuelles Rahmenprogramm speziell für diesen Nachmittag einfallen lassen. Die Firma Maxl in Höhenrain prämiert den besten Baggerfahrer, bei Living Senses in Allmannshausen kann man einer Aqua-Wellness Session beiwohnen. Vinaturel in Berg öffnet seinen Weinkeller. Das Hotel Schloss Berg lädt stündlich zum Umtrunk mit anschließender Hotelführung ein. Oder darf’s doch eher eine Führung durch die Seeburg sein? Auch der Verein Wort des Lebens öffnet seine Pforten. In Farchach wiederum feiert der neue Hofladen der Familie Mair Einweihung, bei Hunter’s Hill nebenan gibt es den ersten Adventskranz der Saison zu gewinnen. Im Mahnthal kredenzt die frisch renovierte Wirtschaft Schweizer Spezialitäten. Mit von der Partie sind ebenfalls die Schön Klinik und das Betreute Wohnen in Berg. Der Ökumenische Krankenund Pflegeverein informiert in der Perchastraße zum Thema Pflegestufe und Demenz. Die Klinik präsentiert sich mit etwa 40 weiteren Berger Betrieben im Marstall. Dazu stellt sie ein riesiges begehbares Herz auf. Die neu gegründete Brauerei Schloss Berg hat extra einen Sud für diesen Tag gekocht und bei Wagner Biografien ist zu erfahren, wie man die eigene oder fremde Lebensgeschichten aufschreibt.
 
Ein Shuttleservice, organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr, fährt vom Marstall aus in drei Schleifen durch die Gemeinde. Darüber wird auch am kommenden Sonntag wieder ein Helikopter als Attraktion der Firma Reiser kreisen.
 
Vor vier Jahren fand die Firmenschau Berger Betriebe zum ersten Mal statt. Rund 2000 Personen waren an jenem sonnigen Oktobertag quer durch die Gemeinde unterwegs. Am Ende des Tages sprach Bürgermeister Rupert Monn Organisatorin Elke Link von der Berger Wählervereinigung QUH ein großes Lob für die Idee und Umsetzung aus. Damals war klar, jedes Jahr lässt sich eine Veranstaltung von diesem Umfang nicht organisieren. Wohl waren sich Gemeinde, Handwerker und Unternehmer einig, dass sie in jedem Fall wieder statt finden sollte. Vier Jahre hat es nun gedauert. Im letzten Jahr hatte die Kommunalwahl Vorrang. Elke Link bekleidet mittlerweile das Amt der dritten Bürgermeisterin und hat auch diesmal wieder die Projektleitung übernommen. Geplant ist auch ein Kinderprogramm und für Jugendliche die Möglichkeit, sich beim FirmenChecker über Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort zu informieren. Programm und Shuttlefahrplan unter www.bergerbetriebe.de „Berger Betriebe laden ein“, und niemand braucht zu Fuß zu gehen: Eine Kutsche verkehrte zwischen Keller Verlag und Marstall.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 09. Oktober 2014


 
 

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